Sein tapferer Kampf um Gerechtigkeit

Geschrieben am von Christoph

 

Titel

 

Alles wirkt so dunkel!….

Ich kann mein Leben nicht mehr wirklich leben,
da es durch die vielen Jahre vor den
Deutschen Gerichten zu einem endlosen
Kampf wurde!

Die 2 Jahre und 2 Monate Haft auf Bewährung
für den Mann, der mich fast umgebracht hat,
haben mich noch tiefer in die Finsterniss gestoßen.
Das ich nach 9 Jahren für dieses ganze Leid, noch immer nicht
entschädigt wurde, kann ich auch mit der größten
Phantasie nicht erklären!

Es ist, und das nicht nur in meinen Augen, einfach
unglaublich, wie viel Kraft ich als Opfer dafür aufbringen
muss, um überall darum betteln zu können, dass man fair
zu mir ist! Kraft für mich selber bleibt da kaum, und das
ist ist in meinen Augen kein Opferschutz!
Oder soll ich mich freuen, dass ich nach „x“ Jahren vor den
Deutschen Gerichten einen Zettel habe, auf dem 5 Nullen
stehen und diese sogar mir gehören?

Das ich trotz aller Hürden die Kraft finde, diesen steinigen
Weg weiterzulaufen, verdanke ich den Medien! Jeder Bericht
hat mir neue Energie geschenkt und die Unterstützung der
Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ , war und ist bis heute
ein Gefühl, als hätte man mir Flügel geschenkt! Alleine die
Tatsache, dass man für mich da ist oder die Nachrichten, welche
mir einfach zwischendurch sagen, dass man stolz auf mich ist,
sind unbezahlbar!

DANKE DANKE DANKE !!
Danke das es euch gibt und ich freue mich auf ein riesen Projekt,
welches DANK EUCH in die Wege geleitet wird und mit Hilfe von
Jörg Pilawa, Jan von Frenckell, Thorsten Sprick und vielen weiteren Persönlichkeiten
dabei helfen wird, den Grundgedanken und den Weg der First-Togetherness
zu verbreiten!

Danke

auf-einen-blick-logo1

*Hier* geht es zum Heft Nr.28 aus diesem Jahr und dem aktuellsten Report über mein Leid!

Sein tapferer Kampf um Gerechtigkeit

 

 

 

Neben dem Scheinwerferlicht II in Göttingen – 23.06.2016

Geschrieben am von Christoph

Das

Bildungsinstitut des Niedersächsischen Justizvollzuges

 

hat am 23.06.2016 die zweite Tagung unter dem Namen
Neben dem Scheinwerferlicht
durchgeführt.

Nachdem ich schon mehrfach in der Jugenstrafanstalt Hameln zu Gast sein durfte und auch dort Eindruck hinterlassen habe, wie deren Rückmeldung zeigt, hat mich der Koordinator für besondere Fördermaßnahmen, Sport, Freizeit und Öffentlichkeitsarbeit aus der JA Hameln „Dietmar Müller“,als Referent für die Tagung „Neben dem Scheinwerferlicht II“ in Göttingen vorgeschlagen.

Unverändert habe ich auch dort den gleichen Vortrag gehalten, wie sonst in den Haftanstalten. Meine Zuhörer waren auch in dieser Runde emotional bewegt aber ich habe es auch hier schaffen können, mit meiner Selbstironie und humorvollen Art, ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern! Mein Engagement hat seinen ernsten Charakter dadurch natürlich nicht verloren. Ich denke, dass das Zuhören auf diese Art aber einfacher und intensiver wird.

Auch habe ich es zu meiner Freunde schaffen können, meine Zuhörerschaft bestehend aus Vollzugsbeamten, Richtern oder auch verschiedener Leiter der Haftanstalten so zu begeistern, dass ich soweit es meine körperliche Verassung zulässt, bald bundesweit als Beispiel für die schlimmen Folgen der Gewalt, in den Vollzugsanstalten etwas Gutes tun kann.

Ich freue mich !

 

Neben dem Scheinwerferlicht 2

 

 

Helden des Alltags 2015

Geschrieben am von Christoph

Auf einen Blick Logozeichnet aus …

 

Die Helden des Alltags 2015

Carlos Benede, der als Polizist zum Einsatz gerufen wurde und  miterleben musste, wie ein kleiner Junge Zeuge wurde, dass sein Vater seine Mutter ermordete.
Sein großes Herz und seine Menschlichkeit, unterstreicht er mit seiner Heldentat! Carlos Benede adoptiert den damals 11 jährigen Alex und schenkt ihm damit
Sicherheit und ein neues zu Hause!

 

Maike Martens rettete mit Ihrer Knochenmarkspende ein Menschenleben.Es gibt doch wirklich nichts was wichtiger ist, als das Leben! Das Maike einem für Sie fremden
Menschen dieses Leben gerettet hat, macht Sie zu einer Heldin! Gerade heute, in einer Welt, in der fast jeder als erstes an sich selber denkt!

 

Auch ich wurde für mein Engagement ausgezeichnet und habe eine für mich unbeschreibliche Nacht erlebt! Ich habe so tolle Menschen kennenlernen dürfen und ich
wurde behandelt wie ein „Held“! Es war so verdammt schön! Und das der Gastgeber und Veranstalter dieser Aktion „Auf einen Blick“ vertreten durch den Chefredakteur
Jan von Frenckell auch anschließend ein Ansprechpartner und Unterstützer bleibt, zeigt für mich auch die Authentizität dieser Veranstaltung.

Hier das Video meiner Preisübergabe! Das macht mich so stolz und es geht mir so verdammt gut wenn ich mir das ansehe!

Helden des Alltags 2015 – Christoph Rickels from Christoph Rickels on Vimeo.

 

 

 

Glaub an Dich – Gib nicht auf !

Geschrieben am von Christoph

 

Wenn ich jetzt sagen würde, dass die Versicherungen ungerecht sind und ihren Pflichten nicht nachkommen, bin ich mir ziemlich sicher, dass mir von irgendwo auf einmal jemand den Mund zuhalten würde. Oder das man mich „ironisch“ zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt, da ich eine Gefahr für die Leute mit Geld darstelle und neben dem „in meinen Augen“ ungerechten Gesetz, nichtmal die Justiz den Wegen folgt, welchen laut meines Wissens eigentlich gefolgt werden müsste. Ich vermute, dass dieses ganze Theater vielleicht tatsächlich so passiert, weil meine Gegner stärker (naja ~reicher) sind als der kleine arme Mann nach 4 Monaten im Koma.

Bis heute habe ich nicht groß mit Namen um mich geworfen und habe über viele Jahre stillschweigend auf Gerechtigkeit gehofft.
Bildlich gesprochen komme ich nach über 9 Jahren gerade aus der letzten Kurve auf die Zielgerade und was auf den letzten Metern passiert ist fast unglaublich!

Ich muss höllisch aufpassen wie ich jetzt was formuliere und was genau ich schreibe, da ich keine Lust habe für die Wahrheit auch noch bestraft zu werden! Aber eines ist sicher ! Ich bin nicht blöd und habe irgendwann genug gelitten und gekämpft. Wie man damit umgehen sollte, kann sich jeder für sich selbst ausmalen, der das Geschehene erfährt. Aber ihr könnt euch sicher sein, dass ich jeden über das Geschehene informieren werde! Ich brauche nicht lügen um daraus eine Schlagzeile zu machen! Ich brauche nur erzählen, was in den letzten knapp 10 Jahren passiert ist! Und das werde ich!

 

Aber wisst ihr was?

Ich glaub an mich! – Ich gebe nicht auf!

Urbanize – glaub an dich

 

 

Der nachhaltige Eindruck bei den schlimmesten der Schlimmen!

Geschrieben am von Christoph

Prävention in der
Justizvollzugs- und Sicherungsverwahrungsanstalt Diez
jva diez2

 

Am 29.04.2016 hatte ich ein mega kribbelm im Bauch, als ich völlig ahnungslos die nächste Strafanstalt besuchte. Die Vollzugsbeamten aus der letzten JVA haben mich zwar schon darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich dort auf noch härtere Jungs einstellen sollte, und ja,  schon das betreten dieses Gefängnisses war anders!

Als ich in die Limburger Straße in Diez einfuhr und im Augenwinkel einen Blick auf das Gefängnis werfen konnte, machte es den Eindruck wie ein Schloss. Dann schien auch auch die Sonne und wenn man es ironisch verpackt, machte es den Eindruck eines Sternehotels. Dieser Eindruck sollte aber schnell verfliegen!

Als ich den Mann „hinter der Scheibe erzählte“, dass ich hier jetzt einen Vortrag halten möchte, fragte er sofort ob ich Herr Rickels sei. Ich bestätigte das und gab meinen Ausweis und mein Handy ab. Das kannte ich ja schon. Aber dann machte er die Tür auf. Die Tür, welche man links neben den Scheiben sieht. Aber die ging nicht normal auf! Es brummte, raschelte und klackte und die Tür öffnete sich im Schneckentempo automatisch. (Ich war verdammt aufgeregt)
Ich ging in die Tür hinein und stand in einem Flur vor einer weiteren verschlossenen Tür. Bevor ich diese passieren konnte, summte und kackte sich die erste Tür im Schneckentempo wieder zu. (Ich wurde eingeschleust)
Als ich in der Schleuse stand, hatte ich butterweiche Knie. (Was wäre wenn die Türen jetzt nicht wieder aufgehen)

Nach einem Marsch durch dieses Hochsicherheitsgefängnis erreichte ich den Raum, in welchen ich meinen Vortrag halten wollte. Dieser wirkte gemütlich und im Gespräch mit den Vollzugsbeamten wurde ich wieder ruhig!
Nun kamen die Gefangenen. Alle aus der Sicherungsverwahrung. (Was erwatet mich da jetzt?)

Es waren die unterschiedlichsten Menschen. Auch die tätowierten durchtrainierten Männer saßen jetzt vor mir und ich fragte mich, ob diese tätowierten Schwerverbrecher überhaupt ein kleinstes Interesse an dem haben, was ich zu erzählen habe.
Doch schon während meines Vortrags wurde ich von aufmerksamen interessierten Männern überrascht. Einer von denen, welche optisch einen gefährlicheren Eindruck machten, applaudierte und kommentierte positiv als meine Musikaufnahme ausklang. „BRAVO,SUPER“. Alleine sein Blick konnte mit versichern, dass diese Worte aus dem Herzen kamen!
Ein weiterer Moment, welcher mir auf ewig in positiver Erinnerung bleiben wird war jener, als ich von der Lebensweisheit erzählt habe, welche mir die Kraft geschenkt hat wieder aufzustehen! Ich sagte, dass ich davon überzeugt bin, dass man erntet was man sät! Und aus diesem Grund habe ich immer weiter gemacnt.
Als dann ein Häftlich aus der ersten Reihe herschaute und mit sagte, dass ich Recht habe und das „meine Zuhörer auch deswegen vor mir sitzen würden“, war das ein unbeschreibliches Erfolgserlebnis. Weil genau so meinte ich das ja!

 

Die Rückmeldung der Anstaltsleitung und natürlich auch ganz besonders die meiner Zuhörer, wirken für mich wie ein Geschenk und ein Beweis zugleich! Der Weg der First-Togetherness wird irgendwann nicht mehr wegzudenken sein! Und das verspreche ich!

Ein ganz großes Dankeschön nach Diez